Pressestimmen

Badener Tagblatt, 27. November 2016, Ursula Burgherr: „Der Kammerchor Baden setzt seine «Glanzlichter» in die Adventszeit.“

«…. Zum Einstieg des Adventskonzertes unter dem Motto «Glanzlichter» singt der Kammerchor das «Te Deum» von Mozart und zeigt sich von Anfang an volltönend, akzentuiert, mit einer schönen Agogik.

Vollends in den Bann gezogen wird das Publikum in der Reformierten Kirche von Vivaldis «Magnificat», einem anspruchsvollen Stück mit hymnischen Akkorden und viel Dramatik. Die beiden Profisängerinnen Asa Dornbusch (Alt) und Viviane Hasler (Sopran) brillieren in ihren Soloparts, ein Streichquintett untermalt die Gesänge. ….

… Bei «The Lord is my light and my salvation» singen und summen die Zuhörerinnen und Zuhörer nach Aufforderung von Botti kräftig mit; … Und sofort wird die anfänglich etwas verhaltene Stimmung lockerer. Der Chorleiter des Badener Kammerchors versteht es, die Leute mitzureissen. Denn er ist nicht nur passionierter Kirchenmusiker, sondern auch Musiklehrer an der Kanti Wettingen und Dirigent der Fricktaler Bühne, …»

Aargauer Zeitung, 28. Juni 2015, Myrtha Schmid:
Der Kammerchor geht neue Klangwege

«… Unter dem Motto «Neu gehört» erklang bereits das zweite Konzert dieser Art. Bekannte Werke werden dabei in neuer, extrem reduzierter Orchesterbegleitung zur Aufführung gebracht. Drei Instrumente, ein Klavier, ein Harmonium und ein Schlagzeug übernahmen die Aufgabe, die gewohnte orchestrale Fülle zum Erklingen zu bringen. Unvorstellbar! So der erste Impuls auf dieses Experiment, …

… Da mussten keine gewaltigen Orchestertutti und Bläserfanfaren übertönt werden, hier stand der ausgewogene Chorklang im Mittelpunkt, hier waren Transparenz und Reinheit sowie ausgefeilte Dynamik angesagt. Über diese Chortugenden verfügt der Kammerchor Baden unter seinem Dirigenten Renato Botti in reichem Masse und durfte sie aufs Schönste zelebrieren.

… Der eindrücklichen Strahlkraft des Chores, wie sie in den Lobgesängen Bruckners und Dvoraks zur Geltung kam und kaum je an Intensität verlor, setzte Schumanns selten gehörtes «Nachtlied» ein wohlklingendes Beispiel von Innigkeit und zartem Schmelz gegenüber.

… Mut und eine Prise Unverfrorenheit gehören zwar dazu, wenn jedoch die unbedingte Verpflichtung zum Sinn und Geist der ausgewählten Werke spürbar wird, lohnt sich das Wagnis und die Neu-Entdeckung wird zum überraschenden Gewinn.»

Aargauer Zeitung, 23. Oktober 2014, Tabea Baumgartner: Der Kammerchor konzertiert mit Werken von Brahms, Bruckner und Beethoven.

«… Aus dem Innern der Reformierten Kirche Baden dringt ein warmer Klang – Chorgesang, als käme er aus einer anderen Zeit. Vertraut, und doch anders. «Dass das Schöne vergeht, dass das Vollkommene stirbt» – darauf folgt ein dissonanter Akkord, ein Moment des Schauderns.

… Zwischen dem Kammerchor Baden und ihrem Dirigenten Renato Botti haben sich stattdessen drei Musikerinnen platziert: die Pianistin Rahel Sohn, die Cellistin Daniela Hunziker und die Akkordeonistin Ina Hofmann. … – «unkonventionell, fast ein bisschen frech, aber dennoch ganz der Brahm’schen Musik verpflichtet», wie Botti einräumt.